VOM MITEINANDER

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Ein Projekt des Theaterpädagogischen Zentrums Sachsen e.V. in Zusammenarbeit mit der Kooperation Schule und Theater (KOST) Sachsen, initiiert und unterstützt vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus im Rahmen der Umsetzung des Handlungskonzeptes „W wie Werte“.

„Die Schule ist nicht nur Ort des Lernens, sondern sie wird auch zum Erfahrungsraum für den Umgang miteinander.“

(aus dem „Handlungskonzept zur Stärkung der demokratischen Schulentwicklung und politischen Bildung an sächsischen Schulen“ des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, 2017)

Im ersten Schulhalbjahr 2018/2019 führt das Theaterpädagogische Zentrum Sachsen e.V. an mehreren sächsischen Schulen sowie im Theaterhaus Rudi Dresden Werkstätten durch. Diese Werkstätten sind in den Themenbereichen demokratisches Handeln, Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmungsfähigkeit sowie Stärkung des sozialen Bewusstseins wirksam.

In der Regel hat eine Werkstatt eine Länge von 4 Unterrichtsstunden und findet für eine Klasse statt. Gemeinsam mit den schulischen Akteuren können aber auch andere Formate gefunden werden. Das Besondere: Wir arbeiten handlungsorientiert mit Forumtheater. Seit 2001 wenden wir an Schulen und im Bereich der Erwachsenenbildung erfolgreich diese Methode an. Außerdem können bei Bedarf Einheiten zur interkulturellen Kommunikation eingebunden werden.

Forumtheater ist eine Methode, um eine Lösung für meist unbefriedigende Situationen zu finden und auszuprobieren. Theater meint den spielerischen Zugang, das ungefährliche Ausprobieren neuer Ideen und den gemeinsamen Aha-Effekt. In sächsischen Schulen wird mit einer Forumtheater-Werkstatt ein Raum geschaffen, der die Partizipation aller Schülerinnen und Schüler einer Klasse ermöglicht.

Ausgehend vom Handlungskonzept “W wie Werte – Handlungskonzept zur Stärkung der demokratischen Schulentwicklung und politischen Bildung an sächsischen Schulen“ des Kultusministeriums sind unsere Werkstätten thematisch fokussiert:

1. Schulkultur – Bestandsaufnahme und Vision

Hierbei geht es insbesondere um das Thema Schulklima: Welche Atmosphäre herrscht an der Schule? Wie geht es den Schülerinnen und Schülern hier? Wie ist das Verhältnis zwischen den Lehrenden und den Lernenden? Und wie sollte Schule sein? Hier werden Feedbackprozesse angestoßen und Ideen entwickelt.

2. Meine Klasse

Wie fühlen sich Schülerinnen und Schüler subjektiv zur Klasse zugehörig? Wie gehen die Schülerinnen und Schüler miteinander um? Und wie ist das mit eigentlich mit Außenseitern oder „den Anderen“? Durch das Theaterspiel und die Forumtheatermethode werden mittels Partizipationsprozessen Selbst- und Sozialkompetenzen vermittelt.

3. Unsere Lebenswelt – Herausforderungen einer heterogenen Gesellschaft

Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit – das sind große Schlagworte unserer Zeit. Tagtäglich werden die Schülerinnen und Schülern mit verschiedenen Nachrichten und gesellschaftlichen Diskussionen konfrontiert, aus denen sie ihr eigenes Weltbild bauen müssen. Im Gespräch tauschen sich die Teilnehmenden über verschiedene Themen aus und finden Spielszenen – selbst erlebte, phantasierte oder sie interessierende. Diese werden anschließend gespielt, besprochen und weitere Lösungen und Ideen im Spiel ausprobiert. Impulse zu interkultureller Kommunikation werden gegeben – Wie schaffen wir uns unser Bild vom „Anderen“? Was sind unsere Werte, was ist wichtig und wie kann ich dafür eintreten?

 

in Zusammenarbeit mit

Last modified: 3. Januar 2019